„Glaube lebt und erwärmt“

Mit brennenden Kerzen wurde das Osterlicht in die Kirchen getragen

FLÖRSHEIM (drh) – „Glaube lebt und erwärmt“, mit diesen Worten begrüßte Pfarrer Frank-Peter Beuler die Gläubigen, die sich am Karsamstagabend auf dem Alten Friedhof versammelt hatten, um mit dem Osterfeuer die Feier der Auferstehung Jesu zu beginnen. Die beiden katholischen Gemeinden St. Gallus und St. Josef, das Laurentius-Münch-Haus und die evangelische Gemeinde hatten jeweils ihre Osterkerzen mitgebracht, um sie am gesegneten Feuer zu entzünden. 

 

Die Kerze für St. Josef war dabei mit dem Motto der diesjährigen Kommunionkinder „ein Ton in Gottes Melodie“ verziert. Zudem zeigt die Kerze eine Taube als Zeichen des Heiligen Geistes und als Symbol der Firmung. Die Jahreszahlen sind in den Farben Brasiliens gehalten, ist Brasilien doch das Gastgeberland des Weltjugendtages. 
Gemeindereferent Michael Frost erläuterte die Galluskerze, die ein rotes Kreuz mit zerbrochener Hostie und einem Labyrinth zeigt. „Das Labyrinth führt zur Mitte des Glaubens, ist Zeichen des Aufbruchs und der Hoffnung“, so Frost. Für das Helferteam des Laurentius-Münch-Hauses symbolisiert die Kerze den Anfang und das Ende der Zeit und so sehen die Helfer in der Kerze einen Begleiter für das gesamte Jahr. Bei der evangelischen Gemeinde haben Jugendliche der Konfirmanden-Teamer-Gruppe die neue Osterkerze gestaltet. Ihnen war das Bibelwort für 2013: „Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ (Hebräerbrief 13,14) Vorbild. Die Jugendlichen wollten Zusammenhalt und Vertrauen mit ihrer Gestaltung ausdrücken. Nach der Entzündung aller Kerzen trennten sich die Konfessionen und mit den brennenden Kerzen wurden das Osterlicht in die Kirchen getragen. 
Im Osternachtsgottesdienst in St. Josef entzündeten die Gemeindemitglieder ihre persönlichen Osterkerzen am Osterlicht. Sowohl im katholischen Gottesdienst als auch im evangelischen Ostergottesdienst am Ostersonntag wurden Erwachsene getauft und so in die jeweilige Glaubensgemeinschaft aufgenommen. „Das ist doch eine schöne Parallele zu Ostern“, meinte Pfarrer Frank-Peter Beuler.

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