Tödliche Hinterlassenschaften in blühenden Wiesen

Aufruf des BUND zur konsequenten Beseitigung von Hundekot

pm

Der BUND Hattersheim ruft Hundebesitzer um rücksichtsvolles Handeln auf und bittet, überall die Häufchen ihrer Lieblinge zu beseitigen. Noch ist das Gras flach, aber steigende Temperaturen sorgen für Wachstum, nicht nur der Wiese, sondern auch der Parasiten in den Hinterlassenschaften der Hunde.

Lange haben sich Hundehalter und diejenigen ohne Hund gestritten. Mittlerweile ist es zur Selbstverständlichkeit geworden, dass Tierhalter die Hundehäufchen dort beseitigen, wo sie zur Falle von Kindern und Fußgängern werden könnten bzw. gesehen werden.

Anders sieht es dort aus, wo die Häufchen im hohen Gras verschwinden. Der BUND wurde vermehrt von Hundehaltern, Parkbesuchern sowie einem Landwirt in Eddersheim auf achtlos liegen gelassene Hundehäufchen angesprochen. Das hohe Gras gibt Hundekot „einen idealen Sichtschutz“. Sie bleiben aber, wie weggeworfener Müll, und sind für andere Tiere, wie zum Beispiel Pferde, Kühe, Schafe und sonstige Pflanzenfresser, eine massive Gefahr mit verheerenden Folgen. So mähen Landwirte zwar ihre Wiesen, wie zum Beispiel am Mainufer in Eddersheim. Das gemähte Gras ist aber für die Landwirte beziehungsweise sein Vieh unbrauchbar. Es kann zum Füttern der Tiere nicht genutzt werden. Hundekot auf Wiesen bringt Krankheitserreger in den Futterkreislauf – mit fatalen Konsequenzen für Nutztiere.

Auch auf Wiesen und Feldern, Parks und in Wäldern bleibt Hundekot vermehrt liegen, wird somit durch kontaminiertes Futter zur todbringenden Gefahr für Nutz- und Wildtiere. Besonders gefährlich ist der Parasit Neospora caninum, der über Hundekot auf Weiden und somit ins Heu gelangen kann. Kühe, die damit infiziert werden – oft unbemerkt und ohne Chance auf Heilung – verlieren häufig ihre Kälber. Auch andere Erreger wie Bandwürmer oder Salmonellen können über die Hinterlassenschaften in den Nahrungskreislauf von uns allen gelangen.

Wir freuen uns über tobende Hunde, aber auch über ein Miteinander mit Rücksicht auf die Gesundheit anderer Tiere, von uns Menschen und der Landschaft. Der BUND bittet die Hundebesitzer, an die Plastiksäckchen beim Gassigehen zu denken, die Hinterlassenschaft aufzunehmen und entsprechend zu entsorgen.

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