Leserbrief

Stadt setzt grüne Akzente

Da sich der Kommunalwahlkampf allem Anschein nach sehr stark auf Leserbriefe von potenziellen Kandidaten konzentriert, möchte ich als Bürger dieser Stadt einmal meine Sichtweise kundtun. Warum wird eigentlich von Selten der sogenannten Opposition das Wahlprogramm der „Stadtregierung" kritisiert?

Vornehmlich werden die Themen Wohnungsbau und die Absicht, ,,eine der grünsten Städte Hessens" werden zu wollen, teils höhnisch kommentiert. Es ist doch ein hehres Ziel, unsere Stadt noch grüner zu machen. Und wie das im Gegensatz zum aktuellen Wohnungsbau stehen soll, erschließt sich mir auch nicht. Wo werden denn zurzeit Grünflächen vernichtet für die dringend benötigte Schaffung von neuem Wohnraum? An der Ölmühle und im angrenzenden Mühlenquartier mit Sicherheit nicht, in der Untertorstraße keineswegs und für die Bebauung des ehemaligen Holfelder-Geländes (Wellpappe) hat die ehemalige Regierung bereits vor Jahren, nach langem Mediationsgesprächen, den Weg höchst selbst geebnet. Trotz Wahlkampf sollte man doch bei der Wahrheit bleiben. Ist es nicht das, was uns Politiker*innen immer glaubhaft versichern wollen?

Die jetzige Koalition, mit Bürgermeister Klaus Schindling an der Spitze, hat in den knapp fünf Jahren Regierungszeit eine Menge auf den Weg gebracht. Mit der Schaffung von Wohnraum werden nun Infrastrukturabgaben sinnvoll reinvestiert. Es werden Radwege gebaut (z. B. am Mainufer der Phrix) und neue Kitas geplant (Holfelder-Gelände, Anbau Kita Klelne Feldstraße Okriftel, Ploth-Haus Eddershelm etc.). Die zuvor schleppende Ansiedlungspolitik ist mit Herrn Schindling ebenfalls erst so richtig in Gang gekommen. NTT(e-Shelter), GMS, Yaskawa: Alles Unternehmen, die für Hattersheim wichtig sind, da sie durch die Verlegung ihrer Unternehmenssitze ordentlich Gewerbesteuer nach Hattersheim bringen werden. Damit wird dann die erforderliche Infrastruktur für unsere Bevölkerung und unsere Vereine geschaffen. Kunstrasenplätze, Stadthallenrenovierung, neue Spielgeräte auf den Spielplätzen usw.

Für mich sind auch bereits jetzt deutliche „grüne" Akzente gesetzt worden: Der neue Keltenpfad, alle Mainufer-Radwege wurden wieder in Schuss gebracht, die Abwärme von Rechenzentren wird ökologisch und sinnvoll genutzt. Dazu kommen das Neuanlegen von Wildwiesen, die Lastenfahrräder für städtische Bedienstete und die versprochene Fahrradstraße wurde am Montag eröffnet. Zudem übt die Stadt immer häufiger ihr Vorkaufsrecht für notwendige Ausgleichsflächen aus, das konnte ich in den Jahren von Rot-Grün nicht wirklich wahrnehmen. Nun ja, sei's drum, wahrscheinlich sind solche kritischen Äußerungen der Opposition wirklich nur dem Wahlkampf geschuldet.

Eugen Faber,
Otto-und-Quantz-Str. 15, Hattersheim

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