Leserbrief Neue Rechenzentren in Hattersheim

Die Ansicht von Weilbach kommend.

In verschiedenen Leserbriefen wird zu diesem Thema unter anderem der visuelle Eindruck der neuen Rechenzentren am Hattersheimer Friedhof angesprochen. Da von städtischer Seite noch keine Visualisierungen veröffentlicht wurden, habe ich selbst einige angefertigt. So soll verständlich werden, wogegen sich Bürger der Stadt Hattersheim wehren: Gegen, im wörtlichen Sinn, maßlose Rechenzentren auf schützenswerten Flächen am Entree der Stadt, die jegliche städtebauliche Planung im Interesse der Bürger vermissen lassen.

Grundlage der Visualisierungen sind die Pläne von Oktober 2023, wie sie im Umweltgutachten zum Bebauungsplan N 116 veröffentlicht wurden, zudem ein Kartenausschnitt von OpenStreetMaps und eigene Fotos.

Am Keltenkreisel sind Bäume zur Kaschierung der Baukörper vorgesehen, womit auf eine größere Akzeptanz des Vorhabens spekuliert wird. Bäume, die diesen Baukörper verstecken, müssten so hoch wie die Gebäude selbst sein. In etwa 120 Jahren erreichen Eichen oder Linden Höhen von rund 25 Metern. Das Baufenster wird mit einem Stabgitterzaun von drei Metern Höhe und aufgesetztem Stacheldraht umrahmt und begleitet die angrenzenden Straßen, Wiesen und Felder.

Der Sonnenstand in den Darstellungen entspricht dem Zeitpunkt der Fotoaufnahmen Ende Januar um die Mittagszeit. Die Gebäudehöhen der Rechenzentren lassen sich genau bestimmen. Deren Oberkante entspricht der am Friedhof angrenzenden Eichen und Linden, die im Umweltgutachten mit 23 bis 25 Metern angegeben sind.

Da Farb- und Begrünungskonzepte nicht öffentlich bekannt sind, habe ich mich bei der Textur der Baukörper an den bereits bestehenden Rechenzentren in Hattersheim orientiert.

Dipl. Des. Thomas Guttandin

Lindenstraße 34, Hattersheim

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