Asiatische Tigermücke breitet sich auch im Main-Taunus-Kreis aus

Tigermücke bekämpfen und mögliche Brutstätten abdecken oder verhindern

Die Asiatische Tigermücke.

hb

Die Asiatische Tigermücke – zu erkennen am auffälligen schwarz-weißen Muster - ist eine bei uns ursprünglich nicht heimische Stechmückenart. Ihren Weg nach Europa hat sie als „blinder Passagier“ mit dem globalisierten Waren- und Reiseverkehr gefunden. In vielen europäischen Regionen hat sich die Art inzwischen dauerhaft angesiedelt und erreicht über unterschiedliche Verkehrswege auch immer wieder Orte in Deutschland und Hessen. „Auch im Main-Taunus-Kreis wurde sie vereinzelt schon entdeckt“, informiert Bürgermeister Christian Seitz. Das Gesundheitsamt informierte unlängst die Bürgermeister des Kreises in einer Online-Sitzung über Verbreitung und Bekämpfung.

Unter bestimmten Bedingungen ist die Tigermücke in der Lage, exotische Krankheiten wie das Dengue-, Chikungunya- oder West-Nil-Virus zu übertragen. In den in Deutschland gefangenen Exemplaren wurden aber bislang keine Krankheitserreger nachgewiesen! Es sei aber trotzdem wichtig, eine Ansiedlung und Verbreitung der Art möglichst zu verhindern, um gesundheitliche Risiken zu vermeiden, so Seitz.

Mögliche Brutstätten regelmäßig säubern

Die Asiatische Tigermücke legt ihre Eier ab dem Frühjahr bis in den Spätsommer in kleinen Wasseransammlungen ab, die sich häufig auf Grundstücken und in Gärten in Siedlungsgebieten finden – zum Beispiel in Blumentopfuntersetzern, Regentonnen, Vogeltränken oder Eimern, in denen sich Regenwasser sammelt. Die Larven schlüpfen, wenn der Wasserpegel steigt und die Eier ins Wasser geraten – oft erst Monate nach der Eiablage. Zudem sind die Eier sehr resistent gegenüber Kälte und Trockenheit. Mückensaison ist von Mai bis zum Spätsommer.

„Jeder dazu beitragen, die Verbreitung der Tigermücke und anderer Mückenarten einzudämmen“, betont Bürgermeister Seitz. Regentonnen sollte man daher mückensicher verschließen und alle Behältnisse mit stehendem Wasser, wie etwa Vogeltränken, mindestens wöchentlich restlos leeren. Das hilft auch gegen andere Mückenarten. Gerade jetzt nach dem Winter sollten Hausbesitzer Wintereier aus Wasseransammlungen im Garten entfernen, rät der Bürgermeister.

„Bitte die Tigermücke nicht mit Insektengift bekämpfen. Denn das trifft auch heimische Insekten. Und die sind enorm wichtig für das ökologische Gleichgewicht“, betont Seitz. Wer dennoch im heimischen Garten gegen die Stechmücken vorgehen will, kann auf die im Handel erhältlichen B.t.i. (Bacillus thuringiensis israeliensis) zurückgreifen. Das Mittel wirkt ausschließlich auf Mückenlarven. Ansonsten helfen langärmelige Kleidung, Moskitonetze oder Anti-Mückenspray.

Sichtungen der Asiatischen Tigermücke sollten gemeldet werden an klima[at]hlfgp.hessen[dot]de und gesundheitsamt[at]mtk[dot]org

Auf der Website des Hessischen Landesamtes für Gesundheit und Pflege (https://hlfgp.hessen.de) sind Informationen wie beispielsweise ein Flyer sowie eine Checkliste für Grundstückseigentümer mit entsprechenden Hinweisen zusammengestellt.

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