Dass sich im Zuge der Corona-Pandemie immer mehr Menschen einen Hund zugelegt haben, ist nach Ansicht der Krifteler CDU-Fraktion im öffentlichen Raum nicht zu übersehen. Diese Beobachtung hat die Christdemokraten nun veranlasst, in den Gremien die Einrichtung einer speziellen Hundewiese ins Gespräch zu bringen. Der Gemeindevorstand solle demnach prüfen, wo in Kriftel eine solche eingezäunte Wiese realisiert werden könnte und welche Kosten damit verbunden wären.
In ihrer Antragsbegründung stellt die CDU fest, dass der "Auslauf im Grünen und der Kontakt zu anderen Hunden unverzichtbar" seien für eine artgerechte Haltung. Jedoch käme es angesichts der steigenden Anzahl an Hunden immer öfter zu Konflikten mit "anderen Nutzergruppen im öffentlichen Raum" - was schwer vermeidbar sei.
Gerade auch die landwirtschaftliche Produktion und die Wildtiere in den Feldern gelte es zu schützen. Deshalb werde aktuell auch geprüft, ob es eine Leinenpflicht in den Feldern geben sollte. "Dies sehen viele Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer natürlich kritisch, da die Tiere ihren Bewegungsdrang an der Leine nicht richtig ausleben können", erwartet man seitens der CDU sicher nicht zu Unrecht.
Mit einer speziellen Hundewiese könnte hier ein Entgegenkommen stattfinden: "Viele umliegende Städte und Gemeinden haben daher bereits eingezäunte Hundewiesen angelegt, in denen sich Hunde frei austoben können und wo ihre Besitzer miteinander in Kontakt kommen." In Hofheim gibt es an der Viehweide seit Mai 2022 eine Hundewiese, in Hattersheim am dortigen Glockwiesenweg seit Dezember.
Seitens der CDU sieht man viele Vorteile für alle Beteiligten, und gerade auch der Einsatz von Spendern für Hundekotbeutel in Verbindung mit entsprechenden Abfallbehältern sei dort besonders wirksam.
Es soll nun geprüft werden, wo "in Kriftel eine Fläche vorhanden ist, die sich für eine Nutzung als Hundewiese eignet und welche einmaligen als auch laufenden Kosten mit der Einrichtung einer Hundewiese verbunden wären", heißt es in der Antragsbegründung abschließend.
Dem Prüfantrag stimmten die Mitglieder des Planungsausschusses fraktionsübergreifend einstimmig zu.