TuS Handball Tolle Nachricht für Meta Kilp

Spielerin der künftigen B-Jugend fährt zum Sichtungscamp des Deutschen Handball-Bundes

Meta Kilp im Anflug auf die DHB-Sichtung: In Hessen ist sie eine der besten Spielerinnen auf Linksaußen.

Die Nachricht kam am Dienstag, und Meta Kilp hat sich natürlich riesig darüber gefreut: Als nur eine von drei Spielerinnen der Handball-Hessenauswahl des Jahrgangs 2006 ist die 14-Jährige aus Münster, die für die TuS Kriftel spielt, zum Lehrgang des Deutschen Handball-Bundes (DHB) eingeladen. Mit ihr zum Sichtungscamp in Warendorf Anfang April fahren noch Luana Kappel aus Bensheim (Rückraum Mitte) und Charlotte Mihr aus Baunatal (Kreis).

Für die beiden Vereine TSG Münster, wo Meta mit dem Handball anfing, und TuS Kriftel, wo sie kommende Saison in der B-Jugend spielen wird, ist das ebenso eine tolle Neuigkeit. Ihr Trainer Christian Albat ist stolz auf seinen Schützling. Er ist zudem Coach der Hessenauswahl und hat das Trio mit seiner Kadertrainer-Kollegin Kerstin Grölz sowie Landestrainerin Judith Schura auch für den besonderen Sprung in Richtung Nationalmannschaft vorgeschlagen. Warum? „Sie ist eine Spielerin, die es schafft, technisch sehr schnell sehr viele Bewegungen umzusetzen“, sagt Albat. Sie verfüge in diesem Alter schon über sehr viele Wurfvarianten, darunter der selbst im Damenbereich sehr seltene Dreher. Als Typ sei Meta sehr „tough, super engagiert und ehrgeizig“. Ihr Trainer wünscht ihr und den beiden anderen Nominierten viel Erfolg beim Camp. Und fügt mit Blick in die Zukunft an: „Wir hoffen, dass wir noch mehr Spielerinnen für den DHB vorbereiten können.“

„Geträumt hat glaube ich jeder mal davon“, sagt Meta. Dass dieser Traum für sie nun mit einer ersten Einladung wahr wird, freut sie dennoch umso mehr. „Ich will versuchen, das zu zeigen, was ich kann und mein Bestes geben“, sagt die Jung-Handballerin, die auf Linksaußen spielt. Sie geht also motiviert, aber auch entspannt an die Sache ran, was auch ihr Vater Markus sehr gut findet. Mit ihm und Trainer Albat schiebt sie derzeit in Münster jede Woche zwei Handball-Sonderschichten, was ja nach den aktuellen Regeln erlaubt ist. In der Hessenauswahl ist Meta seit gut einen Jahr. Immerhin hat sie ein paar Lehrgänge mitmachen können, doch wegen Corona konnte es Spiele und Turniere nicht geben. Dennoch hat sie in den zwölf Monaten einen offensichtlich derart guten Eindruck hinterlassen, dass nun der Adler auf dem Trikot winken könnte.

So weit hat Meta Kilp auch schon als kleines Kind denken können – allerdings in einer anderen Sportart. Für die TSG Münster machte sie Leichtathletik und Kunstturnen. Im Sechskampf, wo beides miteinander kombiniert wird, war sie mal Zweite bei den Hessenmeisterschaften. Doch dann sah sie Nachbarjunge Jannis Herr, der ebenfalls inzwischen in der Hessenauswahl ist, im Garten Handball spielen – und sie wechselte das Metier. In der E-Jugend der TSG fing sie an, wurde auch von ihrem Vater Markus trainiert, machte auch die beiden D-Jugend-Jahre gemeinsam mit den Jungs und wurde einmal A-Klassen-Kreismeister. Dann ging das nicht mehr zusammen, und Meta wechselte zu Christian Albat in die C-Jugend der TuS Kriftel, ihr Vater ist dort als Co-Trainer dabei. Albat coachte damals auch die Damen in der Oberliga, die dort seit Jahren vorne mitspielen und auch zweimal in der 3. Liga waren.

Mit der weiblichen C-Jugend gelang immerhin Rang drei in der Bezirks-Oberliga, in dieser Saison hätten Meta und Co. in der Oberliga gespielt – doch Corona machte kein einziges Spiel möglich. Nun will sie in der B-Jugend mit dem Team erneut in Richtung Oberliga angreifen und in ihrem Lieblingssport alles geben.

Handball möchte sie nicht mehr gegen Turnen und Leichtathletik tauschen, sagt Meta. Warum? „Weil ich den Kontaktsport mag und es schön ist, für die Mannschaft zu spielen.“ Diese Motivation kann sie nun beim Deutschen Handball-Bund zeigen und ihren Traum damit ein großes Stück weiter träumen.

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