Für ein ausreichend großes Bürgerhaus!

Zu früh gefreut – die mündigen Bürger, zukünftigen Wähler und jetzigen Nutzer des Bürgerhauses Gustavsburg sind enttäuscht über den aktuellen Stand des geplanten Neubaus des Bürgerhauses Gustavsburg. Die Gustavsburger Bürger sollen schon seit vielen Jahren ein neues Bürgerhaus bekommen. Allerdings ist die Freude über die Realisierung jetzt umgeschlagen in Unverständnis.

Der aktuell von einigen Mitgliedern der Stadtverordnetenversammlung favorisierte Neubau ist viel zu klein für die Nutzung der Vereine und das Raumkonzept geht komplett an den Bedürfnissen der Gustavsburger Vereine vorbei. Bereits vor Jahren hat man mit den Vertretern der Gustavsburger Vereine einen Plan entwickelt, wie die Nutzung nachhaltig und mit zukunftsfähigem Konzept realisiert werden sollte. Leider soll, wie die Vereine nun erst kürzlich erfahren haben, an dieser Planung und den gegebenen Zusagen nicht mehr festgehalten werden.

Für den Stadtteil Gustavsburg steht viel auf dem Spiel: Ein ungenutztes Bürgerhaus wäre eine Verschwendung von Steuergeldern, die sich keine Kommune in der heutigen Zeit leisten kann. Das ehrenamtliche Engagement in den Gustavsburger Vereinen ist sehr groß, wie man beispielsweise an dem immer beliebter werdenden Gustavsburger Burgfest sieht. Im Vorfeld findet im Bürgerhaus der sehr beliebte Quizabend der Vereine statt. Die Konzerte des Gesangvereins und die seit vielen Jahren über die Grenzen Gustavsburgs hinaus beliebten Tanzveranstaltungen der Tanzsportabteilung (TSA) des TV 1898 Gustavsburg und viele weitere Veranstaltungen finden im Bürgerhaus Gustavsburg statt. Die Tänzer der TSA und insbesondere die Tanzformation brauchen eine entsprechend große Tanzfläche für ihr Training und das Präsentieren der Choreografien auf den öffentlichen Tanzveranstaltungen.

Dieses ehrenamtliche Engagement für ein wohnortnahes Sport- und Kulturangebot ist Teil einer guten Lebensqualität, die in diesen Zeiten immer wichtiger wird. Mit der neuen, zu klein konzipierten Größe des Bürgerhauses wird das Ehrenamt mit Füßen getreten. Enttäuschend auch vor dem Hintergrund, dass Bürgermeister Puttnins-von Trotha bei seinem Amtsantritt von Augenmaß gesprochen hat.

Sehr geehrte Damen und Herren Stadtverordnete und Magistratsmitglieder,
Sie haben jetzt die Chance für ein ausreichend großes Bürgerhaus zu sorgen. Ihnen als die gewählten Vertreter der Bürger empfehlen wir ausdrücklich die Ablehnung der Vorlage mit der Bitte, wieder das Gespräch mit den Vereinen aufzunehmen, um eine tragfähige, nachhaltige und damit auch zukunftsfähige wie auch kostenbewusste Nutzung in einer flexibleren Raumgestaltung umzusetzen.

Wir, die Vereinsmitglieder, die ehrenamtlich engagierten Bürger und Nutzer des Bürgerhauses wollen auch mit Freude und Spaß das Engagement in einem adäquaten, gut konzipierten Bürgerhaus in Gustavsburg gerne fortsetzen.

Helfen Sie mit, die Lebensqualität im Stadtteil Gustavsburg aufrecht zu erhalten! Die Gustavsburger sollten sich genauso wohlfühlen und sich mit ihrem Stadtteil identifizieren können, wie die Ginsheimer mit Ginsheim.

Ein Ausweichen auf das Bürgerhaus Ginsheim, oder gar auf die Bürgerhäuser anderer Orte in der Umgebung ist fast unmöglich, da diese Bürgerhäuser bereits stark ausgebucht sind, und wäre zudem ein großer Verlust für Gustavsburg und dies auch vor dem Hintergrund der wachsenden Bevölkerung von Gustavsburg.

Lehnen Sie die aktuellen Planungen ab und verhindern Sie damit eine vermeidbare teure Fehlentscheidung. Beschließen Sie, die Gespräche wieder aufzunehmen, für ein adäquates Bürgerhaus in Gustavsburg mit flexiblen Nutzungsmöglichkeiten für die Vereine und ein lebendiges Gustavsburger Sport- und Kulturleben. 

TV 1898 Gustavsburg, Tanzsport
Annabel Pufal-Muth, Pressewartin

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