Der FCV spendet schon seit vielen Jahren Beträge an hilfsbedürftige Personen, gemeinnützige oder soziale Einrichtungen, hat oftmals aber ganz bewusst auf eine Publikmachung verzichtet. „Wir wollten keine Neider wecken und direkt Betroffene schützen“, so die Argumentation von Greb. Gerade in früheren Jahren hätte der FCV vielen sozial in Not geratenen Menschen geholfen, deren Fälle ihnen konkret über das Sozialamt geschildert worden wären. Heute ginge der Weg meist eher über die Bürgerstiftung oder Institutionen und Vereine. So spendete der Fastnachtsverein bereits vielen städtischen Kindergärten, der Jugendfeuerwehr, der Sozialstation und dem Hospizverein oder im vergangenen Jahr auch dem Verein „Stern des Südens“. Mit dem Erlös einer Benefizsitzung im Jahr 2000 konnte der Verein auch drei Fahrzeuge für die Caritas-Sozialstation finanzieren.
Dem FCV liege viel daran, dass Flörsheim als lebens- und liebenswerte Stadt erhalten bleibe, bedeute ein Wegzug von Flörsheimern wegen des Fluglärms doch auch ein Kulturverlust für den Verein. „Wir sind nicht gegen den Flughafen, aber Menschen mit weniger als 250 Metern zu überfliegen, geht über das Maß hinaus“, so Greb, der im letzten Liederheft der Fastnachtssitzungen bewusst einen Hinweis gegeben hat, dass sich der Verein unter diesen Umständen nicht von Fraport sponsern lasse.
Der Verein Für Flörsheim dankte dem Fastnachtsverein für die Spende, könne doch jeder Euro im Kampf gegen den Flughafenausbau gebraucht werden. Gerade wenn nun die Musterklagen eventuell wieder vor Gericht behandelt werden sollten, würde das aufgebaute Finanzdepot sicherlich schnell dahinschmelzen. Auch für Projekte wie der Überwachung der Flugrouten per Video oder einer Belastungsstudie, die möglichst bald in Auftrag gegeben werden soll, würden Gelder gebraucht.

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