Die Erste Herrenmannschaft der HSG Hochheim/Wicker konnte durch das 30:28 (13:12) bei der TG Kastel zwei weitere wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammeln und atmet etwas auf. Nach den Erfolgen gegen die Topteams aus Dotzheim/Schierstein und VfR/Eintracht Wiesbaden gelang der insgesamt fünfte von sechs möglichen Siegen gegen die Mannschaften aus dem benachbarten Wiesbadener Umland. Zu Buche stehen nun sechs Punkte aus den jüngsten drei Spielen dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung, zu der jeder Spieler seinen Beitrag leisten konnte.
Die jungen HoWis, bei denen nur zwei Akteure vor dem Jahr 2000 geboren sind, mussten erneut einige Ausfälle verkraften, nahmen dafür Lennard Morgenstern von der Zweiten Mannschaft mit nach Kastel, der alle vier Siebenmeter sicher verwandelte. “Lenny war essenziell. Immer, wenn es heiß wurde, war er ganz cool”, zeigte sich Coach Sandro Göbel zufrieden, aber auch über die Leistung der gesamten Mannschaft: “Das war heute ‘Jugend forscht’. Sie haben das wirklich ordentlich gemacht. Unsere Waffe war das Tempo. Wir sind sehr gut gestartet und hatten das Spiel über weite Strecken gut in der Hand", sagte der Trainer.
"Wir haben zwar auch einige Fehler gemacht, wodurch das Spiel offener war als vielleicht nötig. Gegen Ende schwanden dann die Kräfte, und Kastel konnte noch einmal herankommen. Ich bin im Großen und Ganzen aber zufrieden. Wir hätten das Spiel früher entscheiden können. Am Ende waren sie einfach leer. Die ganz jungen 2006er um Liepsch, Rhein und Krummeck haben viel Verantwortung übernommen und einen wirklich guten Job gemacht. Denn es war natürlich auch nicht einfach vor dieser Kulisse gegen personell gut aufgestellte Kasteler, die immerhin aus dem Vollen schöpfen konnten”, so Göbel.
Mit diesen jüngsten Erfolgen hat sich das Team nun etwas Luft verschafft im Kampf um den Klassenerhalt, zwischen ein und fünf Absteigern aus der Oberliga scheint alles möglich. Aktuell steht die Erste mit 25:19 Punkten auf dem 5. Tabellenplatz, es geht aber eng zu bei noch vier ausstehenden Spielen gegen die Tabellennachbarn aus Oberursel, Idstein, Münster und Lumdatal.
Bereits vor zwei Wochen konnte auswärts der Tabellenzweite von der HSG Dotzheim/Schierstein wie schon im Hinspiel bezwungen werden, was nicht jeder unbedingt für möglich gehalten hatte, wohl aber die HoWis selbst, die nun fast schon “Angstgegnerstatus” in Wiesbaden genießen. Vor großer Kulisse gelang der Sieg gegen eine Mannschaft, die sich kurz zuvor noch gegen die Nationalmannschaft der Ukraine sehr gut präsentiert hatte.
Die HoWis nahmen das Spiel gut an gegen einen Gegner, der am Spitzenteam aus Wettenberg dranbleiben wollte. Taktisch diszipliniert war der Schlüssel zum Erfolg eine kompakte Abwehr und dass man – mit Ausnahme des erneut sehr treffsicheren Schubert – die wurfgewaltigen Dotzheimer Achsen zwischen Rückraum-Mitte und Kreis in den Griff bekommen konnte. “Da haben wir wirklich eine herausragende Leistung abgeliefert”, resümierte Göbel.
Auch bei der Partie gegen eine eingespielte, wenn auch angeschlagene HSG VfR/Eintracht Wiesbaden konnten die HoWis durch solides Abwehrspiel deren Toptorschützen in den Griff bekommen, die im Laufe des Spiels verletzungsbedingt ausgefallen sind, was den HoWis natürlich in die Karten spielte. Lediglich die Rückraumwürfe konnte man kaum unterbinden, allenfalls in den letzten zehn Minuten, als man vielleicht noch etwas mehr Körner als die Gegner hatte. Den HoWis gelang damit erstmals überhaupt ein Sieg gegen die HSG/VfR Eintracht, was den Erfolg natürlich um so schöner und wertvoller machte.
Für die nächste Partie gegen die TSG Oberursel am 5. April um 17.30 Uhr in der Wickerer Goldbornhalle hofft die Mannschaft erneut auf lautstarke Unterstützung durch zahlreiche Fans.