Die beeindruckende Siegesserie der HSG Hochheim/Wicker II ist gerissen: Nach 17 Siegen in Folge musste die Mannschaft um Trainer Nico Schmitz eine 28:32-Niederlage bei der TG Sachsenhausen hinnehmen, die erste in der Rückrunde. Doch trotz des verpassten Matchballs zum vorzeitigen Aufstieg bleibt die Tür zur Bezirksoberliga weit offen: Bei noch vier ausstehenden Partien steht man noch immer mit sechs Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze.
Schon früh war zu spüren, dass an diesem Tag nicht alles nach Plan lief. Bereits vor dem Spiel fehlten einige Utensilien, und vielleicht war der ein oder andere gedanklich schon beim Feiern des Aufstiegs, anstatt sich voll auf die Partie zu konzentrieren. Auf dem Feld tat sich die HSG II zunächst schwer: Viele Anspiele verfehlten ihr Ziel, wodurch Sachsenhausen einfache Ballgewinne erzielte und früh in Führung ging.
Dennoch zeigte Hochheim/Wicker Kampfgeist: Immer wieder erspielte sich das Team gute Chancen, doch der starke Torhüter der Gastgeber machte den HoWis das Leben schwer. Drei klare Gegenstöße konnte er entschärfen, dazu kamen mehrere Aluminiumtreffer – der Ball wollte einfach nicht ins Tor. Gleichzeitig nutzte Sachsenhausen seine Möglichkeiten effizient und konnte sich zwischenzeitlich mit sechs Toren absetzen.
Doch die HoWis bewiesen Moral: Besonders Rückkehrer Jakob Greitens sorgte für Furore und brachte mit seinen Aktionen neue Impulse ins Spiel. Tor für Tor kämpfte sich die HSG zurück und schaffte es sogar, das Spiel zwischenzeitlich auszugleichen und in Führung zu gehen, auch dank einer starken Phase von Torhüter Tim Scholz. Doch in den entscheidenden Momenten blieb das Glück aus: Während Hochheim/Wicker einige gute Möglichkeiten liegen ließ, zeigte sich Sachsenhausen kaltschnäuzig und brachte den Sieg am Ende souverän ins Ziel.
Nun bleiben der HSG II noch vier Spiele, um den Aufstieg perfekt zu machen. Nächster Gegner ist die HSG MainHandball aus Flörsheim. Am kommenden Sonntag um 15 Uhr soll in der heimischen Goldbornhalle Wiedergutmachung betrieben werden. Die HSG-Zweite ist vor heimischem Publikum bislang ungeschlagen – und das soll natürlich so bleiben.