Das Referat Jugend, Senioren und Soziales blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück, das geprägt war von vielfältigen Angeboten für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Das Team des Sachgebiets Jugend trug mit der Organisation zahlreicher Projekte, Workshops, Ferienprogrammen und Kooperationen dazu bei, Begegnungsräume zu schaffen, Prävention zu stärken und junge Menschen aktiv in ihrer Lebenswelt zu begleiten.
Mobile Jugendarbeit der Stadt Hattersheim am Main – JuSH
Im Jahr 2025 zeigte sich die Mobile Jugendarbeit erneut mit einem vielseitigen und gut angenommenen Angebot. Unterschiedliche Aktionen, kreative Projekte, aufsuchende Arbeit und neue räumliche Möglichkeiten prägten das Jahr und boten den Jugendlichen zahlreiche Gelegenheiten zur Begegnung und Beteiligung.
Ein wichtiger Bestandteil der winterlichen Angebotsphase war erneut der Late-Night Sport, der jedes Jahr ausschließlich in den Monaten Dezember bis März angeboten wird. Einmal im Monat, jeweils an einem Freitagabend, öffnet die Sporthalle am Karl-Eckel-Weg von 22:00 bis 01:00 Uhr ihre Türen. Dieses besondere Format richtet sich gezielt an Jugendliche, die zu ungewöhnlichen Uhrzeiten einen sicheren Treffpunkt suchen, um sich zu bewegen, Kontakte zu knüpfen und den Abend gemeinsam zu verbringen. Unter Aufsicht der Mitarbeitenden der Mobilen Jugendarbeit Hattersheim können die Jugendlichen unterschiedliche Sport- und Bewegungsangebote nutzen, sich ausprobieren oder einfach in der Gruppe aktiv sein. Das Angebot wird von den Jugendlichen sehr gut angenommen und trägt nicht nur zur körperlichen Aktivität bei, sondern fördert auch soziale Begegnungen, Gemeinschaftserlebnisse und die Bindung an die Mobile Jugendarbeit. Durch den späten Zeitpunkt der Veranstaltung entsteht zudem ein Raum, in dem Jugendliche selbstständig Verantwortung übernehmen, sich austauschen und neue Erfahrungen in einem geschützten Rahmen sammeln können.
Neben den winterlichen Angeboten fanden zahlreiche weitere Aktivitäten statt: Ein Ausflug zu Soccerbeat Frankfurt, verschiedene Ferienaktionen im Freibad - einschließlich kostenfreiem Eintritt für Jugendliche - sowie Mobile Treffs an unterschiedlichen Orten in Hattersheim, Okriftel und Eddersheim. Besonders im Sommer zeigte sich, wie wichtig die Präsenz im öffentlichen Raum ist:
Der Träger JJ-e. V. stellte erstmals eine Ape, ein kleines, wendiges Transportfahrzeug mit offener Ladefläche, zur Verfügung, das sich hervorragend für die aufsuchende Arbeit eignet. Mit ihrer Hilfe konnten Jugendliche spontan, flexibel und niedrigschwellig erreicht werden.
Im Laufe des Jahres wurde außerdem ein neuer Trainingsraum für Krafttraining eingerichtet. Unter fachkundiger Anleitung der Mitarbeitenden können Jugendliche dort regelmäßig trainieren, Techniken erlernen und individuell oder in kleinen Gruppen Übungen durchführen. Das Angebot wird bereits gut angenommen und stellt eine wertvolle Erweiterung der bestehenden Möglichkeiten im JuSH dar.
Ein besonders wichtiger Schwerpunkt der Arbeit war die Prävention, durch die Jugendliche in entscheidenden Lebensbereichen unterstützt werden. In enger Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit der Heinrich-Böll-Schule wurden Workshops wie der „Grüne Koffer“ und der „Suchtsack“ durchgeführt. Diese Angebote erreichten zahlreiche Jugendliche und vermittelten zentrale Themen wie Suchtprävention, verantwortungsvolle Entscheidungsfindung und Alltagsbewältigung, wodurch sie einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Lebenskompetenzen und zur Förderung einer gesunden Entwicklung leisten.
Im kreativen Bereich gab es eine große Vielfalt an Angeboten: Graffiti-Workshops, Filmabende, Kürbisschnitzen, Grillaktionen und verschiedene Kochkurse - teilweise generationenübergreifend in Kooperation mit dem Stadtteilbüro und der Altmünstermühle - boten abwechslungsreiche Möglichkeiten zum Ausprobieren, Erleben und Begegnen. Am Orange Day beteiligten sich Jugendliche aktiv, indem sie eine selbstgebaute Sitzgruppe orange ansprühten, um den Aktionstag sichtbar zu gestalten. Die Late-Night Library in der Stadtbücherei bot Jugendlichen zusätzlich einen besonderen Kultur- und Erlebnisraum.
Im Sommer startete das neu aufgestellte Team des Trägers JJ-e. V. nach einer internen Neustrukturierung. Die neue Mitarbeiterin und die beiden neuen Mitarbeiter wurden von den Jugendlichen offen und positiv aufgenommen, was schnell zu einer vertrauensvollen Atmosphäre und neuen Impulsen in der täglichen Arbeit führte.
Nach den Sommerferien begann ein neues Musikprojekt, das von einer ehemaligen JuSH-Besucherin begleitet wird. Jugendliche haben dort die Möglichkeit, erste Erfahrungen an Gitarre oder Keyboard zu sammeln und sich langsam in das gemeinsame Musizieren einzufinden. Das Angebot befindet sich derzeit im Aufbau und entwickelt sich Schritt für Schritt weiter.
Zu den kontinuierlichen Formaten gehört zudem der Mädchentreff, der sich zunehmend zu einem kreativen und geschützten Ort für junge Frauen entwickelt hat. Neben Gesprächen über Alltagsthemen entstehen dort auch selbstgemachte Seifen, Kerzen und andere DIY-Produkte, die Kreativität, Selbstwirksamkeit und Gemeinschaft fördern.
Darüber hinaus wird im JuSH regelmäßig gemeinsam mit Jugendlichen gekocht – ein Angebot, das nicht nur Freude bereitet, sondern auch Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und gesunde Ernährung unterstützt.
Neben den zahlreichen Einzelaktionen bietet das JuSH ganzjährig feste und verlässliche Treffpunkte: den Mädchentreff, Boxtraining, Kochkurse, offene Angebote sowie verschiedene Musik- und Kreativprojekte. Diese wöchentlichen Strukturen schaffen sichere Räume, in denen Jugendliche Fähigkeiten entwickeln, Kontakte knüpfen und Unterstützung im Alltag erfahren.
Insgesamt zeigt sich deutlich: Die Mobile Jugendarbeit leistet einen wichtigen Beitrag für das soziale Leben in Hattersheim. Sie stärkt den Zusammenhalt in der Stadt, unterstützt Jugendliche in ihrer persönlichen Entwicklung und bietet ihnen Möglichkeiten zur aktiven Beteiligung, Selbstentfaltung und Begegnung.
Kinder- und Jugendtag auf den Mainwiesen Eddersheim
Am 14. Juni 2025 fand auf den Mainwiesen in Eddersheim der vierte Kinder- und Jugendtag im Rahmen der Feierlichkeiten „880 Jahre Eddersheim“ statt. Die Veranstaltung bot Kindern, Jugendlichen und ihren Familien einen abwechslungsreichen Tag voller Mitmachaktionen, kreativer Angebote und spannender Erlebnisse.
Zahlreiche Vereine und Organisationen aus Hattersheim am Main präsentierten ihre Arbeit, stellten vielfältige Aktivitäten vor und luden zum Ausprobieren ein. An den Ständen konnten die jungen Gäste Neues entdecken, sich ausprobieren und einen Einblick in die bunte Vereinswelt der Stadt gewinnen. Das Engagement der Vereine ist dabei von zentraler Bedeutung, denn es schafft Begegnungsmöglichkeiten, stärkt die Gemeinschaft und macht lokale Angebote erlebbar.
Auch die Stadt Hattersheim am Main selbst bot ein abwechslungsreiches Programm mit verschiedenen Mitmachstationen. Die Kinder und Jugendlichen hatten die Möglichkeit, spielerisch wichtige Themen wie Nachhaltigkeit, Bildung und Gemeinschaft kennenzulernen. Ein besonderer Fokus lag in diesem Jahr auf Klimaschutz und nachhaltigem Handeln: Am Fairtrade-Stand erfuhren die Kinder bei Sinnesspielen mehr über fairen Handel, während am Klimaschutz-Stand Rätsel und Wissensspiele für Spaß und Aha-Erlebnisse sorgten. Ziel war es, das Bewusstsein für umweltfreundliches Verhalten zu stärken und die jungen Besucherinnen und Besucher für den Schutz der Natur zu sensibilisieren.
Zu den beliebtesten Aktionen zählte der Ninja-Action-Parcours, auf dem die Kinder ihre Kletter- und Geschicklichkeitsfähigkeiten unter Beweis stellen konnten. Die Wasserspiele des Stadtteilbüros sorgten an dem warmen Sommertag für eine willkommene Abkühlung. Das abwechslungsreiche Programm wurde durch verschiedene Auftritte von Gesang, Tanz und Akrobatik ergänzt, die für zusätzliche Unterhaltung und Staunen sorgten.
Besonders begehrt waren erneut die Wundertüten, die die Stadt Hattersheim am Main für die ersten 300 Kinder und Jugendlichen bereitgestellt hatte und die innerhalb kürzester Zeit vergriffen waren. Für das leibliche Wohl sorgten drei ortsansässige Vereine.
Der Kinder- und Jugendtag zeigte eindrucksvoll, wie wichtig solche Veranstaltungen für die Stadt und die Gemeinschaft sind: Sie ermöglichen Begegnung, fördern soziale Kompetenzen, stärken das Wir-Gefühl und eröffnen Kindern und Jugendlichen neue Perspektiven, sich aktiv in ihre Stadt einzubringen.
Ferienspiele 2025 - Zwei Wochen voller Abenteuer und Kreativität
In der Zeit vom 7. bis 18. Juli 2025 fanden die Hattersheimer Ferienspiele unter dem Motto „Freundschaft & Abenteuer - Gemeinsam die Welt entdecken“ statt. Insgesamt konnten 130 Kinder teilnehmen, darunter 84 Mädchen und 46 Jungen, aus Hattersheim, Eddersheim und Okriftel. Betreut wurden sie in altersspezifischen Gruppen von insgesamt 21 engagierten Betreuungskräften.
Die ersten zwei Ferienwochen standen ganz im Zeichen von Spiel, Bewegung, Kreativität und gemeinschaftlichem Erleben. Die Kinder erkundeten die Umgebung, besuchten das Stadtmuseum, nahmen an Schnitzeljagden teil oder erhielten im Gläsernen Globus spannende Einblicke „hinter die Kulissen“. Besonders beliebt war auch der Ausflug ins Dialogmuseum in Frankfurt, der auf vielfachen Wunsch erneut angeboten wurde.
Jeder Ferienspieltag begann mit Kennenlern- oder Begrüßungsspielen, gefolgt von der Vorstellung des Tagesprogramms. Anschließend konnten die Kinder je nach Interesse an Workshops, Kreativaktionen oder Freispielangeboten teilnehmen. Dabei entstanden unter anderem Holzhütten, bemalte Tontöpfe, Bügelperlenmotive, Schmuck, Glitzertattoos und Kunstwerke mit Specksteinen. Kreativität und Handwerk standen ebenso im Mittelpunkt wie das gemeinsame Arbeiten und Erleben. Freundschaftsbänder und Freundschaftsbücher boten den Kindern die Möglichkeit, Erinnerungen an die Ferienspiele mit nach Hause zu nehmen.
Auch Bewegung und Sport kamen nicht zu kurz: Neben klassischen Bewegungs- und Geschicklichkeitsspielen wurde erstmals Taekwondo angeboten. Beliebte jährliche Highlights wie die Feuerwehrboot- und Canadierfahrten auf dem Main, der Besuch des Tierparks oder der Stadtpolizei bereicherten das Programm zusätzlich.
Besondere Aktionen konnten dank großzügiger Spenden umgesetzt werden, beispielsweise ein Theaterstück, das die Kinder gemeinsam mit einer Theaterpädagogin erarbeiteten und während des Abschlussfestes aufführten. Das Jugendbildungswerk des Main-Taunus-Kreises bereicherte die Ferienspiele mit Plotten und Greenscreen-Aktionen, bei denen die Kinder T-Shirts oder Taschen gestalten und sich fotografisch in fantasievolle Welten versetzen konnten.
Auch ein Besuch im Rathaus mit der Ersten Stadträtin Heike Seibert war möglich: Acht Kinder aus verschiedenen Stadtteilen hatten die Gelegenheit, Fragen zu stellen, die Stadtverwaltung kennenzulernen und gemeinsam zu frühstücken.
Das Abschlussfest am 18. Juli 2025 rundete die zwei Wochen ab. Heike Seibert begrüßte die Kinder, Eltern, Großeltern, Betreuungskräfte und Sponsoren und lobte das Engagement aller Beteiligten. Bei Tanz-, Gesangs- und Theateraufführungen der Kinder sowie beim gemeinsamen Schminken, Basteln und Spielen wurde deutlich, wie wertvoll die Ferienspiele für die Kinder sind: Sie bieten Raum für Kreativität, Gemeinschaft, Bewegung und soziale Erfahrungen. Ein besonderer Dank galt den Betreuungskräften, deren Engagement und Talente das Programm maßgeblich bereichert haben.


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