So dachte sich am langen Osterwochenende nicht nur ihne ihrn Bachschisser, sondern das Gros der bundesrepublikanischen Bevölkerung.
Wohin man auch kam, wohin man auch blickte. Allüberall bevölkerten wahre Menschenmassen das Weichbild, besonders natürlich an jenen Fleckchen Erde, wo Gott oder der Mensch bei der Gestaltung haben ganz besondere Sorgfalt walten lassen.
Alles schön und gut. Das es an einem langen Frühlingswochenende bei obendrein herrlichem Wetter viele Leute nach draußen zieht, das geht völlig in Ordnung.
Besonders krass ging es am vergangenen Wochenende auf den Radwegen zu. Hier herrschten just jenes Chaos und jene Rücksichtslosigkeit, wie man sie sonst nur an Großkreuzungen in südlichen Ländern kennt.
Da haben wir zum einen die grundsätzlich den kompletten kombinierten Rad- und Fußweg blockierenden, fünf- bis sechsköpfigen Fußgängergruppen.
Die oft im Familienverband auftretenden Lustwandler zeichnen sich dadurch aus, das sie, kaum das sie widerwillig eine Lücke zur Durchfahrt freigegeben haben, sofort wieder zu einer schlendernden Barriere verschmelzen.
Wenn man so etwas das vierte, fünfte Mal passieren musste, fängt schon mal der Kamm an zu schwellen.
Im kompletten Gegensatz dazu steht der durchgängig hektisch klingelnde Sportradler, der ungeachtet anderer Verkehrsteilnehmer mit genau der Geschwindigkeit über die Wege schmettert, die seine Muskulatur und sein Rad zulassen.
Besonders ans Herz gewachsen sind mir die Typen, die sich beim Überholen kurz umdrehen und dir, neben dem Vorwurf, überhaupt einen Radweg zu benutzen, noch einen Fluch entgegenschleudern.
Auch immer wieder gern gesehen : Erfahrene Tourenradler, die sich mit ihrer Landkarte immer exakt an so neuralgischen Punkten wie Fahrbahnverengungen oder Kreuzungen postieren, dass eine ungefährdete Weiterfahrt praktisch unmöglich ist. Und so weiter und so fort, die Liste lässt sich fast beliebig lange verlängern.
Deshalb mein Tipp : Setzen Sie sich bei gutem Wetter auf den Balkon oder in den Garten.
Ausflügeln Sie, egal ob mit oder ohne Fahrrad, stets antizyklisch. Am Besten werktags und bei schlechtem Wetter. Denn dann, und nur dann, finden Sie Ruhe und Entspannung.

Kommentare