Hier wachsen Talente heran

Dietmar Vollmert schmiedet junge Interpreten zu „Profis“

Der Leiter des Gesangstudios Vollmert und auch Leiter des Musikforums Kriftel, Dietmar Vollmert (re.), begeisterte mit seinen Schülerinnen und Schülern erneut beim jährlichen Konzert im Krifteler Rat- und Bürgerhaus.
Von li. nach re. Karin Herkströter, Ellen Geisel, Leonie Kemler, Miray Hauk, die Pianistin Friederike Wiesner, Klaus Gallenbacher und Matthias Pfützner.
Der Leiter des Gesangstudios Vollmert und auch Leiter des Musikforums Kriftel, Dietmar Vollmert (re.), begeisterte mit seinen Schülerinnen und Schülern erneut beim jährlichen Konzert im Krifteler Rat- und Bürgerhaus. Von li. nach re. Karin Herkströter, Ellen Geisel, Leonie Kemler, Miray Hauk, die Pianistin Friederike Wiesner, Klaus Gallenbacher und Matthias Pfützner.

Fast 100 Interessierte kamen zum Jahreskonzert 2024 des Gesangstudios Vollmert am Sonntagnachmittag ins Rat- und Bürgerhaus - bei freiem Eintritt und dem Hinweis beim Verlassen eine Spende für die Bürgerstiftung da zu lassen. Die musikinteressierten Gäste lauschten einem abwechslungsreichen Konzert mit dem Schwerpunkt „Puccini“. Die Gesangsnummern wurden sehr einfühlsam am Flügel von Friederike Wiesner begleitet.

Dietmar Vollmert, der Leiter des gleichnamigen Gesangsstudios und zugleich des Musikforums Kriftel, zeigte sich bei der Begrüßung verwundert und hoch erfreut über so viel Zuspruch. Erster Interpret war dann Matthias Pfützner mit „E l’uccelino“, bei dessen Liedvortrag man richtig spürte, wie das Vögelchen von Ast zu Ast sprang. „Der Mond ist aufgegangen“ wurde dann von Leonie Kemler vorgetragen. Dazu sagte Lehrer Vollmert augenzwinkernd: “Alle meine Schülerinnen und Schüler müssen hier durch“.

Miray Hank - die Kriftelerin, die durch Voice Kids (Sat 1) bekannt wurde und schon bei Musik im Park auftrat – punktete diesmal im ersten Vortrag, mit “My love is gone to sea“ in einem anderen Genre. Man darf gespannt sein, ob hier langfristig ein Wechsel von Pop in die Klassik stattfindet.

Das eiskalte Händchen haltend

Gespielt in Szene gesetzt intonierte Klaus Gallenbacher niederknieend und das „eiskalte Händchen von Karin Herkströter haltend „Che gelida manina“. Die Antwort von ihr kam sofort, schon von Krankheit gezeichnet auf dem Stuhl sitzend und ihre Lebensgeschichte erzählend: „Mi chiamano Mimi“. Das gelang sehr authentisch. Man konnte quasi das ungeheizte Mansardenzimmer aus la Bohème im Hintergrund erahnen, obwohl es nur der Grüne Vorhang des Bürgerhauses war. „E lucevan le stelle“ aus der Puccini Oper Tosca, vorgetragen von Klaus Gallenbacher, animierte fast zum Mitsingen.

In den darauffolgenden Stücken entfernte man sich mehr von Puccini. Nicht weniger anspruchsvoll verabschiedete Karin Herkströter den Sommer mit der bekannten Gershwin-Nummer „Summertime“. Was auch schon Frank Sinatra sang, übernahm im Bürgerhaus Matthias Pfützner: „In the wee small hours“. Leonie Kemler, erst 14 Jahre alt, traute sich an Amy Winehouse heran und glänzte mit „You know I’m no good“.

Lady Gaga zweistimmig war der Hit

Zu den „neuzeitlicheren Songs“ wurden Halbplaybacks eingespielt, gefühlvoll von Dieter Wagner zwischen Musik und Gesang abgemischt. Es ist schwieriger zu einem Playback live zu singen als man denkt. Einmal verstolpert, ist man raus, das Playback ist gnadenlos und verzeiht keinen Fehler der Interpretinnen und Interpreten. „Oceans“ von Ellen Geisel gesungen, kam auf den Punkt rüber. Hier wurde singend mit viel Dynamik in der Stimme eine Geschichte erzählt. Miray Hank kam mit ihrem Song „Beauty and the Beast“ auf die Bürgerhausbühne, wobei das Fazit der Darbietung klar unter die Rubrik „Die Schöne“ fiel und nicht unter „das Biest“.

Lady Gaga zweistimmig mit dem Song „Die with a smile“ - da müssen sich die hochdotierten Produzenten in New York ganz schön ins Zeug legen. In Kriftel schafften das, sehr gefühlvoll aufeinander abgestimmt, als Duett Miray und Leonie. Der Applaus deutete es an – mehr davon.

Bevor Puccinis „Summchor“ mit allen Interpreten einen glanzvollen Nachmittag beendete, gab es noch zwei „eingeschobene Puccini Klassiker“ - von Karin Herkströter „O mio babbino Caro“ und „Nessun dorma“ von Klaus Gallenbacher. Das Fazit des Nachmittags: „il migliore”, also “das Beste”.

Gespendet wurde reichlich: 453 Euro gehen an die Bürgerstiftung Kriftel.

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