aber lag am Brunnenfest längst nicht so arg in der Luft, wie er sonst zu riechen ist, mischten sich die schwefligen Gerüche doch mit dem Dampf der Gyrospfanne oder des Bratwurstgrills. Dennoch füllten gerade die Radler ihre Trinkflaschen mit frischem Quellwasser auf, wurde hierfür doch auch nicht ein einziger Weilbachtaler benötigt. Die im vergangenen Jahr eingeführte Brunnenfestwährung in Form von roten Plastikchips hatte im Lauf des Jahres wohl Inflationseinbußen hinnehmen müssen, war der Taler im vergangenen Jahr doch schon für 90 Cent, in diesem Jahr nur für 1,10 Euro zu haben. Die Sängervereinigung hatte den Weilbachtaler ins Leben gerufen und die Germania übernahm als diesjähriger Hauptausrichter die Plastikwährung. 191 Helfer waren für die Germania am Start und längst stammten die vielen anpackenden Kräfte nicht mehr nur aus den Reihen der Fußballer. Gemütlichkeit, Sängervereinigung, Kerbeborsch und Eintracht Fanclub packten mit an, um das Großevent zu bewältigen. 130 Standdienst-Schichten galt es insgesamt zu besetzen und gerade auch für den Auf- und Abbau wurde reichlich Personal mit viel PS benötigt. „Es ist unglaublich, wie viele Meter Kabel verlegt werden müssen und welch Material angekarrt werden muss. Den LKW-Fahrern gebührt besonderen Dank“, meinte Germania-Vorsitzender Thomas Behmüller. Im Jahr 2008 zum 100-jährigen Jubiläum hatte die Germania bereits ein kleines Hüttendorf unter den Weilbach-Platanen aufgebaut, um das Küchenzelt vor Massenanstürmen zu bewahren und den Bratwurstandrang zu entzerren. Die Verteil-Taktik ging auch 2011 auf, und so gab es auch zur Mittagszeit keine langen Warteschlangen. Am Samstagnachmittag erfreuten die Kinder- und Jugendtranzgruppen „Little Diamonds“ aus Raunheim und „Crazy Diamonds“ aus Okriftel die Gäste und Kutschen-Georg chauffierte mit seinem Planwagen zahlreiche Festbesucher durch den Kurpark.

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