Unter dem Motto „Begegnen, Helfen, Laufen“ fand am Sonntag, wie schon im letzten Jahr, der Charity Walk 2024 in Okriftel statt. Schon seit über 18 Jahren organisiert Majlis Ansarullah, die Herrenorganisation der Ahmadiyya Muslim Jamaat KdöR, bundesweit Wohltätigkeitsläufe. So haben die Läufe bereits in über 100 Städten und Gemeinden stattgefunden. Die Laufstrecken werden so gewählt, dass sie für alle gut zu bewältigen sind. Die Erlöse aus den Startgeldern und Spenden werden zu 100 Prozent an Wohltätigkeitsorganisationen übergeben.
Ab 11 Uhr konnte man sich am Sonntag am Mainufer für den Lauf anmelden. Geplant war, dass Bürgermeister Klaus Schindling den Lauf eröffnete. Leider musste er sich entschuldigen, was er sehr bedauerte, da er in diesem Jahr die Schirmherrschaft übernommen hatte. In seinem Grußwort hieß es: „Der Charity Walk ist nur eine von vielen Attraktionen im Jahresverlauf, bei der die Ahmadiyya Gemeinde ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnimmt und die soziale Integration fördert.“ Weiter wünschte er allen Läuferinnen und Läufern viel Erfolg.
Die Organisatoren freuten sich, dass sie Klaus Störch, den Leiter des Hauses Sankt Martin, der Facheinrichtung für Wohnungslose, begrüßen konnten. Die Moderation und einen großen Teil der Organisation hatte Mohammad Laiq Shafiq übernommen.
Kurz nach 12 Uhr wurde das Startsignal zum Kinderlauf gegeben. Mit großem Eifer ging es auf die Strecke, die von der Startposition in der Nähe der Radfahrerhalle in Richtung Kirchgrabenstraße und dann am Main zurückführte. Ruckzuck waren die Kinder wieder da und die drei Sieger standen fest. Als nächstes stellten sich die Männer über 40 Jahre auf. Sie bewältigten die Strecke von etwa 1,5 Kilometern in einem ruhigeren Tempo. Schon schloss sich der Hauptlauf an, an dem Männer unter 40 teilnahmen. Hier war das Tempo deutlich schneller und man lief zwei Runden. Ausgerüstet mit grünen Laufshirts mit dem Ahmadiyya Emblem, nahmen an dem Lauf ausschließlich Männer teil. Aber auch die Frauen kamen nicht zu kurz und hielten ihren eigenen Charity Walk ab. Sie pinnten sich ihre Laufnummern an ihre Kleidung und "walkten" in bester Laune - und teilweise in lebhafte Gespräche vertieft - in Richtung Tennisplätze, Schwarzbach und dann durch Okriftel zurück zum Startpunkt.
Siegerehrung und Scheckvergabe
Vor der Siegerehrung gab es eine Lesung aus dem Koran. Der Imam der Ahmadiyya Gemeinde in Hattersheim, Khalique Hameed, wandte sich mit einer kurzen Rede an die Teilnehmenden. Auch ein Gebet wurde angeschlossen. Die Kinder wurden zuerst mit jeweils einem Pokal geehrt. Momin Ahmad war auf Platz 1, gefolgt von Farasat Ahmad (Platz 2). Über den dritten Platz konnte sich Saleh Shafiq freuen. Der jüngste Teilnehmer am Lauf erhielt als besondere Anerkennung eine Medaille. Auch für die schnellsten Männer über 40 sowie für die jüngeren Männer gab es Pokale. Ebenso wurden die drei schnellsten Frauen ausgezeichnet. Ehrenmedaillen gab es noch für den ältesten Teilnehmer und für Klaus Störch. Letzterer konnte sich zusätzlich über den Scheck für das Haus Sankt Martin freuen. Er bedankte sich herzlich für die Unterstützung. Er berichtete, dass die Ahmadiyya Muslim Jamaat Hattersheim in der Hilfe für die Wohnungslosen und Armen sehr aktiv sei. Immer wieder werden Pakete gespendet und es wird gekocht. Die Laufaktion befürworte er sehr, da sie dazu diene, Menschen zusammenzuführen.
Ein zweiter Scheck wurde überreicht an Zaheer Ahmad, den Vertreter von Humanity First Deutschland e.V. Er erklärte, dass wir uns kaum vorstellen könnten, wie schwierig es oftmals in Afrika sei, Trinkwasser zu bekommen. Oftmals ginge ein langer Weg von acht bis zwölf Kilometern voraus, bis man endlich genießbares Wasser habe. Um die Situation zu verbessern, wolle man das Geld dazu verwenden, Wasserbrunnen zu bauen.
Zum Abschluss stellten sich alle Teilnehmer für ein gemeinsames Foto auf. Es war wieder ein sehr schönes Event, das die Ahmadiyya Gemeinde organisiert hatte. Alle waren sehr zufrieden und genossen das Zusammensein. Die Organisatoren und Teilnehmer würde sich sehr freuen, wenn im nächsten Jahr noch mehr Hattersheimer und Hattersheimerinnen an dem Lauf teilnehmen würden. Ein großes Anliegen der Ahmadiyya Gemeinde ist es, sich im Ort durch das gemeinsame Laufen besser kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen.