Seit dem 7. August 2023 ist die Gemeinde Kriftel Mitglied im Bündnis der Klima-Kommunen Hessen. Für den Beitritt wurde die Charta „Hessen aktiv: Die Klima-Kommunen“ von Bürgermeister Christian Seitz sowie dem Ersten Beigeordneten Franz Jirasek unterzeichnet und damit das Ziel der Gemeinde bestätigt, sich für den Klimaschutz und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels einsetzen zu wollen. Ziel ist es, bis 2045 klimaneutral zu werden.
Als Klima-Kommune ist die Gemeinde verpflichtet, einen Aktionsplan aufzustellen, der darstellt, wie dieses Ziel erreicht werden soll. Außerdem muss jährlich in kurzer Form über umgesetzte Maßnahmen berichtet werden. „Das Klimaschutzkonzept, das von der/dem zukünftigen Klimaschutzmanager/in erstellt werden soll, kann diesen Aktionsplan, ergänzt um einen Teil zur Klimaanpassung, ersetzen“, heißt es in der Vorlage für die Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter. Der Förderantrag zur Einstellung einer Klimaschutzmanagerin beziehungsweise eines Klimaschutzmanagers sowie der Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes wurde im Juni 2023 von der Gemeinde bei der Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH in Berlin eingereicht und wird aktuell noch von dieser geprüft. Geplanter Projektstart ist der 1. Februar 2024, anschließend beträgt die Laufzeit des Projekts zwei Jahre bis zum 31. Januar 2026.
25 Alarmierungen bei Starkregen im August
Das Bündnis der Klima-Kommunen Hessen dient als zentrale Plattform, welche die Kommunen bezüglich des Klimaschutzes und der Klimaanpassung zusammenbringt und den Wissenstransfer fördert. Die Mitgliedskommunen erhalten hierüber außerdem Beratungs-, Unterstützungs- und Veranstaltungsangebote sowie Zugang zu Fördermitteln. Diese möchte der Gemeindevorstand der Gemeinde Kriftel zunächst für die Beauftragung der Erstellung einer Starkregengefahrenkarte nutzen.
„Zuletzt war die Gemeinde am 16. August 2023 von einem Starkregenereignis betroffen, infolgedessen es zu mehr als 25 Alarmierungen der Feuerwehrleitstelle gekommen war. Mithilfe einer Starkregengefahrenkarte soll die lokale Starkregengefahr besser eingeschätzt werden. Entsprechende Maßnahmen zur Minderung der Gefahr sollen ergriffen werden“, erläuterte Franz Jirasek in den Ausschüssen. Als Klima-Kommune könne für die Erstellung der Karte eine Förderung bei der WIBank beantragt und eine Förderquote in Höhe von 90 Prozent erwartet werden. Von Kosten in Höhe von 30.000 Euro sei auszugehen, sodass eine potenzielle Fördersumme von 27.000 Euro erwartet werden könne. Das Vorhaben werde im Haushaltsplan 2024 abgebildet.