Am Dienstag, 9. September, findet im Rat- und Bürgerhaus von 19 bis 21 Uhr die Veranstaltung „Klimaschutz im Gespräch“ statt. „Hierbei handelt es sich um eine öffentliche Informations- und Beteiligungsveranstaltung zum aktuellen Stand des Klimaschutzkonzepts“, teilt der Erste Beigeordnete Martin Mohr mit. „Alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde sind herzlich dazu eingeladen, ihre Klimaschutzideen und Zukunftsvisionen für Kriftel in entspannter Atmosphäre zu teilen.“
Mit dem Klimaschutzkonzept werden die Strategien und Maßnahmen für den kommunalen Klimaschutz in den kommenden Jahren festgelegt. „Dabei ist schon jetzt klar: die Gemeindeverwaltung wird die Herausforderungen des Klimawandels nicht allein stemmen können“, betont Martin Mohr. „Viele der Klimaschutzmaßnahmen können nur in Zusammenarbeit mit Bürgerinnen und Bürgern erfolgreich umgesetzt werden. Eine breite Teilhabe der Bevölkerung an der Erstellung des Klimaschutzkonzepts ist daher besonders wichtig.“
Teil 1: Vortrag zum Stand des Klimaschutzkonzepts
Die Veranstaltung gliedert sich daher in zwei Teile: Im ersten Teil gibt es einen Impulsvortrag der energielenker projects GmbH zu den Zwischenergebnissen des Klimaschutzkonzepts. Die Firma wurde von der Gemeinde Kriftel zur Unterstützung bei der Erstellung des Klimaschutzkonzepts beauftragt. Bei der Veranstaltung werden Vertreterinnen und Vertreter einen Einblick in die bisherigen Ergebnisse ihrer Arbeit geben. Sie werden unter anderem die Energie- und Treibhausgasbilanz der Gemeinde, gegliedert nach den Sektoren private Haushalte, Industrie, Verkehr und Gewerbe, Handel und Dienstleistungen, vorstellen. Anschließend wird aufgezeigt, welche Potenziale zur Nutzung von erneuerbaren Energiequellen im Gemeindegebiet vorliegen. Auch mögliche Pfade zur Erreichung des Ziels der Klimaneutralität der Gemeinde bis 2045 werden sie vorstellen.
Teil 2: Workshop mit Bürgerinnen und Bürgern
Im zweiten Teil der Veranstaltung wird es einen Workshop geben, bei denen die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit haben, sich aktiv bei der Gestaltung des Klimaschutzkonzepts zu beteiligen. Es wird vier Thementische zu folgenden Themen geben: Bauen und Sanieren, Erneuerbare Energien, Mobilität sowie Klimaanpassung. An jedem Thementisch können die Teilnehmenden ihre Ideen und Vorschläge für mögliche Klimaschutz-Maßnahmen einbringen und diskutieren. Nach zehn Minuten wechseln die Teilnehmenden zum nächsten Thementisch, sodass am Ende jeder Teilnehmende an jedem Thementisch war. Die Maßnahmenideen werden im Nachgang durch die Gemeinde und die energielenker gruppiert und ausgewertet und zu konkreten Maßnahmensteckbriefen ausgearbeitet, welche in das Klimaschutzkonzept integriert werden.
Was ist ein Klimaschutzkonzept?
Inhaltlich stellt ein Klimaschutzkonzept einen strategischen Fahrplan dar, um den Energieverbrauch zu senken, die Energieeffizienz zu steigern und den Anteil erneuerbarer Energien auszubauen. Zu Beginn wird eine umfassende Bestandsaufnahme in Form einer Energie- und Treibhausgas-Bilanz durchgeführt. Darauf aufbauend werden Einsparpotenziale identifiziert, die in konkrete Maßnahmen in verschiedenen Handlungsfeldern übersetzt werden – etwa in den Bereichen Gebäude, Mobilität, Strom- und Wärmeversorgung und erneuerbare Energien. Neben der Definition von kurz-, mittel- und langfristigen Zielen umfasst ein Klimaschutzkonzept auch einen Zeitplan sowie Indikatoren zur Erfolgskontrolle. Eingebunden werden Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Bürgerschaft.
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